Der Schladminger-Tauern-Höhenweg ist ein Abschnitt des Zentralalpenhöhenweges 02, der den gesamten Alpenraum durchquert.
Der Abschnitt dieses Höhenweges durch die Schladminger Tauern zählt wegen seiner geologischen Besonderheiten, dem Artenreichtum an Bergpflanzen und Wildtieren und dem besonderen Flair der umliegenden Bergwelt wohl zu den schönsten Wandertouren im Alpenraum.
Von den 300 Bergseen und fast 150 Wasserfällen der Niederen Tauern findet man einen Großteil in den Tälern, Kesseln und Karen der Schladminger Tauern. Unberührte Wildbäche mit tosenden Wasserfällen und vielen kleinen Zuläufen aus den Quellgebieten der TauernWasserlandschaft machen den Reiz dieser Region aus.
Weiters liegen einige wirklich lohnende Bergziele, wie u. a. der Hochgolling als höchster Berg der Niederen Tauern, sowie Höchstein, Hohe Wildstelle, steirische Kalkspitze u. v. m. direkt am Weg. Einen ganz besonderen Eindruck erleben Sie auf der Tour durch die Klafterkessel und bei den "Goldlacken". Eine arktische Seenlandschaft mit ganz eigener Flora, die man ansonsten nur in nördlichen Breitengraden vorfindet, verzaubern den Bergwanderer.
Wandern im Land der Bergknappen
Verfallene Hütten bzw. Grundmauern von Knappenunterkünften zeugen von der historischen Bergbau-Vergangenheit von Schladming und Rohrmoos, wo u. a. Silber und Nickel abgebaut wurden. Höhenweg zur Keinprechthütte
Trekking von Hütte zu Hütte
Eine Reihe von bestens bewirtschafteten Schutzhütten und Almen laden den Wanderer zur Einkehr ein und bieten gleichzeitig auch Übernachtungsmöglichkeiten. Dieser Weitwanderweg kann in beliebig vielen Tagesetappen bewandert werden. Sie können von jeder Hütte in wenigen Stunden ins Tal absteigen und mittels öffentlicher Verkehrsmittel in die Ferienorte Schladming, RohrmoosUntertal, Pichl, und Haus/Ennstal sowie Sölktäler/Gröbming gelangen.
Voraussetzung bei dieser Mehrtagestour sind gute Kondition und etwas alpine Erfahrung. Besonders die Gipfelbesteigungen erfordern, obwohl keine richtigen Kletterpassagen vorhanden sind, gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Vor allem im Frühsommer ist es durchaus möglich, dass einige steile Schnee- und Eisfelder die Tour zusätzlich erschweren. Gute alpine Ausrüstung ist Voraussetzung.
Ausgangspunkte
Für Wanderungen am Schladminger-Tauern-Höhenweg gibt es viele Ausgangsvarianten! St. Nikolai oder die Breitlahnhütte in den Sölktälern, das wildromantische Sattental ob Pruggern, Seewigtal und steirischer Bodensee ob Haus im Ennstal, der Hauser Kaibling (erreichbar mit der Seilbahn ab Haus/Ennstal), die Planai (Seilbahn ab Schladming), das Rohrmooser Untertal (RiesachWasserfall) und Obertal, Preuneggtal (Ursprungalm) bei Pichl, das Forstautal bzw. die Passhöhe Obertauern.
Bei unserer Routenbeschreibung starten wir auf der Hochwurzen (Seilbahnbetrieb ab Ende Juni) bzw. Wanderweg Nr. 60 ab Rohrmoos.
Hilfs- und Orientierungsmittel
- Ein empfehlenswerter Wanderbegleiter ist die DachsteinTauernWanderkarte 1:50.000. Mit einem sehr informativen Schutzhüttenverzeichnis auf der Rückseite.
- Ergänzend dazu empfehlen wir den Wanderführer DachsteinTauern vom bekannten regionalen Alpinreferenten Toni Breitfuss.
- 40 ausgesuchte Wander- und Familienrouten mit 3DDarstellungen, zoombaren Karten, erstklassigen Illustrationen und Satellitenbildern finden Sie auf der WanderCD DachsteinTauernMultimedia! Bestellungen online unter www.dachsteintauern.at oder telefonisch beim Regionalverband. Tel. 03687/23310.