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Der Mountainbike-Weltcup in Schladming- einmal mehr ein Erfolg!

Ein unglaubliches Wochenende - mit begeisterten Zuschauern und Sportlern.

Bild Mountainbike-Weltcup Schladming-Planai

Begeisterte Zuschauer erlebten wie im Vorjahr ein sportliches Spektakel der Extraklasse. War es im Vorjahr der Regen der als unangenehme Begleiterscheinung der den Organisatoren einige Schwierigkeiten bescherte, so zeigte sich der Wettergott an diesem Wochenende von seiner gnädigsten Seite. Sonne und angenehme Temperaturen sorgten für eine Bike-Festival Stimmung.

Nachdem im Vorjahr 1200 begeisterte Zuseher das Zielstadion der Planai säumten, versuchte sich die Organisation rund um Werner Madlencnik zum wiederholten Male am Projekt die Weltelite nach Schladming zu locken. Neben den einzelnen sportlichen Highlights legte man dieses Jahr auch besonderen Wert auf entsprechende Veranstaltungen abseits sportlicher Wettkämpfe. So gab es jeden Abend Konzerte, Parties und andere Aktivitäten in und um Schladming. Am Samstag animierten fünf junge Free-Skier aus der Region Schladming die Zuseher ihren spektakulären Sprüngen über eine zehn Meter hohe Rampe hinein ins kühle Nass eines Wasserbassins entsprechenden Applaus zu widmen. Österreichs Vorzeige-Langläufer Michael Botwinow versuchte sich an der Cross Country Strecke um anschließend den Hut vor dem Mut und der Ausdauerfähigkeit der FahrerInnen zu ziehen. Der österreichische Maler Gottfried Prall stellte sein avantgardistisches Werk, bei dem er ein Bild unter Miteinbezug der einzelnen BikerInnen anfertigte, wohltätigen Zwecken zur Verfügung indem der Erlös der Stadtgemeinde Schladming zu Gute kam. Hauptattraktionspunkt war natürlich die Bike-Expo die den Zusehern auf einer Ausstellungsfläche von 7000 Quadratmetern die notwendigen Kenntnisse über die neusten Produkte vermittelte und vor allem auch Einblick in die Welt hinter den Kulissen der Mountainbike-Szene gab.


Sport im Mittelpunkt.
 
Sportliche Höchstleistung beim Cross- Country
Im Mittelpunkt des Interesses stand jedoch natürlich der Sport, und dabei vor allem die Leistungen in den einzelnen Disziplinen. In einem spektakulären Rennen siegte die Kanadierin Marie-Helen Premont zehn Sekunden vor Gunn-Rita Dahle Flesjaa, die sich jedoch den Sieg in der Gesamtwertung des Cross-Country Bewerbes nicht mehr nehmen ließ, genügten ihr doch bereits fünf Punkte für diesen. Dritte wurde die Russin Irina Kalentieva vor einer chinesischen Phalanx. Bei den Herren hingegen teilten sich drei Schweizer die Plätze am Podium – Christoph Sauser gewann vor Florian Vogel und Ralph Näf. Den Sieg im Gesamtweltcup trug jedoch der Franzose und Olympiasieger Julien Absalon, der sich im letzten Rennen der Saison mit Platz zehn begnügte. Mit dabei war dieses Jahr zum ersten Mal der aus Uganda stammende Dan Miiro der das Rennen jedoch aufgrund eines Defekts nicht beenden konnte, trotzdem aber sichtlich Spaß an der Veranstaltung hatte.
Überraschung beim Four- Cross Bewerb
Am Samstagabend gab es bei strahlend hellem Flutlicht das Finale des Four- Cross Bewerbes. Nachdem bereits am Vormittag die Qualifikationsläufe am Programm standen, war am Abend die Bühne frei für den großen Showdown der Four Cross Cracks. Aufhorchen ließen in der Qualifikation die Schladminger Jungrider Georg und Mario Sieder sowie Markus Pekoll. Allen voran Georg Sieder der in der Qualifikation mit Platz 16 überzeugte, in den Finals jedoch einem Sturz nur knapp entging und damit seine Chancen auf ein sensationelles Resultat verspielte. Besser erging es seinem Kollegen Markus Pekoll, der es bis unter die besten 32 des Bewerbes schaffte und diesen schlussendlich auch belegte. Für die Überraschung des Tages sorgte jedoch der Österreicher Rüdiger Jahnel der sich im großen Finale nur dem Sieger Kamil Tatarkovic aus Tschechien sowie dem Niederländer Joost Wichman geschlagen geben musste. Der Gesamtweltcup ging an den im Finale geschlagenen Tschechen Michal Prokop. Bei den Damen verpasste die Bronzemedaillengewinnerin bei den diesjährigen Weltmeisterschaften Anita Molcik als Sechste den Einzug ins Finale. Dieses ging schließlich an die Engländerin Fionn Griffiths, die sich vor der Amerikanerin Tara Llanes und ihrer Landsfrau Joey Gough den Sieg holte. Der Sieg in der Gesamtwertung ging bei den Damen in die USA, an Jill Kintner.
Showdown beim Downhill
Den Schlusspunkt beim diesjährigen Weltcupfinale der MountainbikerInnen in Schladming setzte das Downhill- Rennen. In halsbrecherischer Geschwindigkeit ging es von der Mittelstation der Planai hinunter frei nach dem Motto „über Stock und über Stein“ wurden keine noch so waghalsigen Kurvenmanöver gescheut um die Bestzeit zu erzielen. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren ging der Sieg an die/den amtierende/n WeltmeisterIn. Die Französin Sabrina Jonnier gewann vor Tracey Moseley aus England, die sich ihrerseits den Gesamtweltcup sicherte, und Emmeline Ragot aus Frankreich. Österreichs Downhill Hoffnung Petra Bernhard kam über den 13. Platz nicht hinaus. Denkbar knapp ging es bei den Herren zur Sache, schlussendlich war es Samuel Hill der sich mit einem respektablen Abstand von fünf Sekunden auf den Zweitplatzierten Südafrikaner Greg Minaar den Sieg sicherte. Dritter wurde Nathan Rennie der Australier. Für Hill war es bereits der zweite Sieg in Schladming, der sich auch einhellig der Meinung anschloss, das Schladming zu den besten Strecken gehöre die man sich vorstellen könne. Der Gesamtsieg im Downhill- Weltcup bei den Herren ging wie bei den Damen in britische Obhut, Steve Peat entschied diesen für sich. Neben all den großen Namen zeigten auch die lokalen Biker auf. Sowohl Georg und Mario Sieder als auch Markus Pekoll konnten sich für das Finale der besten 80 Rider qualifizieren.

Schladming als Vorzeige- Event.

Sichtlich angetan von der Atmosphäre und vor allem der Organisation beim Weltcup- Finale der MountainbikerInnen zeigten sich nicht nur die Sportler sondern auch die Grande der steirischen Politik. „ Der Mountainbike Tross hat in der zu Ende gehenden Sommersaison viel Leben in das Ennstal gebracht und dadurch einen wichtigen Impuls für den steirischen Fremdenverkehr gesetzt“, meinte Tourismuslandesrat Hermann Schützenhofer. „Schladming verfügt neben dem Nachtslalom im Winter nun auch im Sommer über eine hochkarätige Weltcupveranstaltung im Sommer“, freute sich Bürgermeister Jürgen Winter. Sichtlich erleichtert zeigte sich auch Hauptorganisator Werner Madlencnik, dessen Erwartungen dieses Jahr mit einer Besucherzahl von 15 000 übertroffen wurden. Vor allem im Hinblick auf mediale Akzeptanz etablierte sich Schladming einmal mehr als hochkarätiger Veranstaltungsort, der es sich auch verdient hat nun in höchsten Tönen gelobt zu werden um sich bald darauf in die Vorbereitungen für das nächste Jahr zu stürzen.


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